Das Girokonto – Teil des modernen Geldkreislaufs

Das allseits bekannte Girokonto ist ein Muss in der heutigen Zeit. Nur mit einem Girokonto ist es möglich, am normalen Wirtschaftsleben teilzunehmen. Der Name Girokonto ist dem Italienischen entlehnt. Italien, insbesondere Florenz, waren frühe Bankenzentren, die es bereits zur Zeit der Medici gab. Girare bedeutet Kreislauf und auch kreisen lassen. Genau dafür ist ein Girokonto da, mit ihm werden Zahlungen getätigt und angenommen, Gutschriften gehen ein und Lastschriften gehen vom Konto ab, es ist ein Teil des modernen Geldkreislaufs.

So praktisch der bargeldlose Zahlungsverkehr via Girokonto auch ist, um Geld darauf zu sparen und es zu vermehren, ist es denkbar ungeeignet. Normalerweise gibt die Bank auf Guthaben auf dem Konto keine Zinsen. Andererseits wird bei einer Überziehung des Kontos, geduldet oder per Dispositionskredit geregelt, kräftig an den Überziehungszinsen kassiert. Über 10 Prozent Überziehungszinsen sind keine Seltenheit bei der überwiegenden Zahl der Girokonten, ganz gleich bei welchem Bankinstitut.

Die einzigen Optionen, um beim Girokonto möglichst wenig zu zahlen, sind eine fortlaufende Deckung der Beträge, die regelmäßig und einmalig abgehen, und ein Girokonto zu wählen, das möglichst wenig Nebenkosten verursacht. Je nach Vertragsvereinbarungen sind für Girokonten eine Grundgebühr zu entrichten sowie Gebühren für die verschiedenen Vorgänge wie beispielsweise Abbuchungen, Überweisungen, Daueraufträge und ähnliches. Wer unzufrieden ist mit den Nebenkosten, die sein Konto verursacht, kann über einen Wechsel des Bankinstituts nachdenken. Einige Banken bieten sogar kostenfreie Girokonten unter bestimmten Voraussetzungen an.

Bessere Konditionen offerieren vor allem Online-Banken, doch auch Filialbanken sind darum bemüht, von anderen Banken Kunden durch verbesserte Verträge und geringere Kosten abzuwerben. Gelegentlich geht auch die eigene Hausbank auf einen Deal und günstigere Konditionen ein, wenn man mit der Schließung des Kontos droht. Jeder Kunde, der das Haus verlässt, bedeutet für die Bank ein finanzieller Verlust. Ansonsten ist es jederzeit möglich, ein neues Girokonto bei einem günstigeren Bankhaus zu eröffnen und das alte zu kündigen. Nur sollte nicht vergessen werden, allen Vertragspartnern, Versorgungsdienstleistern etc. und dem Arbeitgeber die neue Bankverbindung mitzuteilen, um einen reibungslosen Kontowechsel zu ermöglichen.

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